Antarktischer Zwergwal
Balaenoptera bonaerensis
Bedrohungsindex

Höchstlänge:
Männchen: 9,70 m
Weibchen: 10,70 m
Geburtsgröße: 2,80 m

Höchstgewicht:
Weibchen: 9.100 kg

Weltbestand, geschätzt: Unbekannt

Nahrung: Krill und gelegentlich schulenbildende Fische

IUCN-Kategorie: DD
CMS-Anhänge: II
CITES-Anhänge: I
Synonyme:
Antarktischer Zwergwal

Mit der WDCS verbundene Projekte:
Keine

Taxonomie:
Der Zwergwal ist unter den Furchenwalen die kleinste Art und damit die letzte, die ins Visier der Walfänger geriet. Bis zur Jahrhundertwende wurde der Zwergwal als eine einzige Art aufgefasst, heute geht man allgemein von zwei Arten aus: dem Gewöhnlichen und dem Antarktischen Zwergwal. Letzterer teilt sich sein südozeanisches Verbreitungsgebiet in manchen Bereichen mit einer kleinwüchsigen Form des Gewöhnlichen Zwergwals.

Morphologie:
Antarktische Zwergwale sind meist schwarz oder dunkelbraun gefärbt, tragen an den Seiten hellere Streifen und haben einen deutlich blasseren Bauch. Ihre Schnauze ist stark zugespitzt und auf dem Kopf tragen sie eine einzelne Leiste. Die Barten dieser Zwergwale sind oft von Kieselalgen bewachsen, was ihnen eine gelbliche Färbung verleiht. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist der weiße Streifen auf den Brustflossen, der beim Gewöhnlichen Zwergwal stets vorhanden ist und beim Antarktischen Zwergwal fehlt.

Verhalten:
Antarktische Zwergwale sind vom 7. südlichen Breitengrad bis zur Eisgrenze (und zwischen den Eisfeldern) anzutreffen. Hier ernähren sie sich hauptsächlich von Krill und sind selbst ein wichtiges Beutetier für die hiesigen Schwertwale. Während der Nahrungssuche nähern sie sich gelegentlich kleineren Schiffen an.

Verbreitung:
Zwergwale (sowohl Gewöhnliche als auch Antarktische) werden nach wie vor in großer Zahl von der japanischen Walfangflotte getötet. Weitere Gefährdungsfaktoren sind die Fischerei (Beifang) und der Klimawandel. In der Roten Liste 2008 der IUCN werden die Zwergwale in der Kategorie „ungenügende Datengrundlage” geführt.